Mensch – Macht – Maschine.

/ Aktuelles

Mensch – Macht – Maschine.

20. Mai / 18-19.30 Uhr
Gespräch und Diskussion

Diese Gesprächsreihe findet digital statt.
Anmeldung unter info@humanistische-akademie-bb.de

Auftaktveranstaltung der Reihe “Intelligent Design? Wie der Mensch sich neu entwirft” im Rahmen des Dialogs der Weltanschauungen 2021

(c) Gerd Altmann | pixabay.com

Künstliche Intelligenz und Digitalisierung zwingen uns zu grundlegenden Fragen und Entscheidungen: Wollen wir in zentralen Bereichen unseres Alltags – wie Arbeit, Bildung und Pflege – immer stärker von maschineller Unterstützung abhängen? Werden Menschen künftig enge emotionale Beziehungen mit Maschinen eingehen? Geben wir unsere Verantwortung in ethischen, also genuin menschlichen Fragen an Maschinen ab?

Das Nachdenken über die Beziehung von Mensch und Maschine ist alles andere als neu. Seit der Frühen Neuzeit definieren sich Menschen durch Abgrenzung zu Maschinen und suchen den Vergleich. Seit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert werden Fragen der Arbeitsteilung, aber auch nach emotionalen Beziehungen zu Maschinen besonders intensiv diskutiert. Die Ängste und Hoffnungen unserer Gegenwart erweisen sich mit Blick auf die Geschichte als jahrhundertealte Topoi – ebenso wie die Vorstellung, dass der Mensch zur Kontrolle technischer Entwicklungen prädestiniert sei. Doch wie sicher ist dieser Befund? Ist unser anthropozentrisches Weltbild angesichts der offensichtlichen Handlungsmacht von Umwelt und Technik noch angemessen?

PROF. DR. MARTINA HESSLER ist Professorin für Technikgeschichte an der TU Darmstadt. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Technikgeschichte des 20. Jahrhunderts. Vor allem beschäftigt sie sich mit Mensch-Maschinen-Verhältnissen seit der Frühen Neuzeit.

PROF. DR. KARIN HARRASSER ist Kulturwissenschaftlerin an der Kunstuniversität Linz. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten zählt das Verhältnis von Körper und Technik. Zu diesem Thema hat Karin Harrasser ihre Habilitation verfasst, in der sie eine Wissens- und Kulturgeschichte der Prothetik erzählt.

SONJA GIESE, Pressesprecherin beim Vorstand des HVD Berlin-Brandenburg, moderiert das Gespräch.

In Kooperation mit dem Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg, der Humanismus Stiftung, dem Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten, den Evolutionären Humanisten Berlin-Brandenburg und dem Säkulären Humanismus an Berliner Hochschulen.

Nächste Veranstaltung:

Wir sind stets Cyborgs gewesen. Zur genetischen Optimierung des Menschen. Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Stefan Lorenz Sorgner und Tobias Wolfram
TERMIN: 03. Juni 2021 | 18 – 19.30 Uhr

Diese Gesprächsreihe findet digital statt.
Anmeldung unter info@humanistische-akademie-bb.de

Auslobung Humanismus-Preis

Der Humanismus-Preis für Menschenrechte (vormals Flechtheimpreis für Demokratie und Menschenrechte) wird seit 2002 an Persönlichkeiten verliehen, die sich couragiert für Aufklärung, Toleranz und Selbstbestimmung, Menschenrechte und Demokratie einsetzen. “Nominierungen und Vorschläge können bundesweit bis zum 11. Mai 2021 (Verlängerung!) beim Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg KdöR und der Humanismus Stiftung Berlin eingereicht werden”, erklärt Katrin Raczynski, Vorstandsvorsitzende des HVD Berlin-Brandenburg. „Personen, die sich beispielsweise besonders für Minderheitenrechte eingesetzt haben, die sich politisch außergewöhnlich für ein selbstbestimmtes Leben engagieren, die publizistisch vermittelnd in Erscheinung treten oder Missstände aufklären, sind ideale Kandidat_innen.” 

Manfred Isemeyer, Vorstand der Humanismus-Stiftung, ergänzt: “Wir sind hoch erfreut, Seyran Ates, Volker Wieprecht und Christin Richter als Jurymitglieder gewonnen zu haben. Entscheidend ist, dass sich die Kandidat_innen auf wissenschaftlichem, politischem, weltanschaulich-philosophischem oder künstlerischem Gebiet oder durch praktisches soziales Engagement für die Verwirklichung humanistischer Werte und Ziele nachweislich eingesetzt haben.” 

Zu den bisherigen Preisträger_innen zählen unter anderem Prof. Peter Grottian, Seyran Ates, Dr. med. Michael de Ridder sowie der Gedenkort-T4. Zuletzt wurde die Journalistin und Moderatorin Dunja Hayali ausgezeichnet für ihre Verteidigung eines verantwortlichen Journalismus: Berichterstattung über den Tag hinaus, aufklärend, gemeinwohlorientiert und ermutigend für eine zukünftige bessere Gesellschaft.  

Vorschläge können über den Nominierungsbogen bis 11. Mai 2021 (statt ursprünglich 30. April 2021) per Post oder per E-Mail eingereicht werden: 

Humanismus Stiftung Berlin, Wallstraße 61-65, 10179 Berlin
E-Mail: info@humanismus-stiftung.de

Bild rechts: Vorstandsvorsitzende des Humanistischen Verbands Berlin-Brandenburg, Katrin Raczynski, mit der Preisträgerin 2018 Dunja Hayali, dem Vorstandsvorsitzenden der Humanismus Stiftung Berlin, Manfred Isemeyer, und dem Laudator Ingo Zamperoni (v.l.n.r.)

Jetzt bewerben!

Den Humanismus Preis für junges Engagement “Jugend gestaltet Zukunft” lobt die Humanismus Stiftung Berlin erstmalig in 2021 aus.

Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und wird künftig alle zwei Jahre vergeben. Er würdigt junge Personen oder Gruppen, die sich in besonderer Weise mit einem Projekt um die Stärkung des demokratischen Miteinanders verdient gemacht haben. Angesprochen sind engagierte junge Menschen, die sich für eine demokratische Kultur stark machen, sich für die Menschenrechte – speziell Kinderrechte – einsetzen, gesellschaftliche Schranken überwinden und Gegensätze überbrücken, Menschen mit einbinden, die sonst nicht erreicht werden oder Partizipation und ehrenamtliches Engagement befördern.

Bewerbungsschluss ist der 15. August 2021.

Bei Fragen steht Andrea Käthner-Isemeyer gerne zur Seite: E-Mail info@humanismus-stiftung.de,  Tel 030/61390481.

Hier geht es zum Antragsformular und weiteren Informationen.

Stadtführer druckfrisch!

Neu erschienen: „Das säkulare Berlin. Auf den Spuren von Dissidenten, Freidenkern und Humanisten.“

Der amerikanische Soziologe Peter L. Berger bezeichnete Berlin einmal als „Welthauptstadt des modernen Atheismus.“ Gemessen an der Einwohnerzahl unserer Stadt gehören heute nur noch weniger als ein Viertel der Einwohner den beiden großen Kirchen an. Das war nicht immer so: Die Volkszählung von 1885 erfasste für Berlin 3.419 Dissidenten, 303 „Confessionslose“, 3 Heiden du 299 Personen „unbestimmter Religion“, darunter Atheisten und Freidenker. Seitdem entstand eine säkulare Bewegung, deren Ziel eine humanistische Lebenswelt jenseits christlicher Konfessionen war und ist. Die wechselvolle Historie dieser weltanschaulichen Strömungen, ihrer Organisationen und Persönlichkeiten sind weitgehend in Vergessenheit geraten.

Der vom Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg KdöR herausgegebene Stadtführer „Das säkulare Berlin. Auf den Spuren von Dissidenten, Freidenkern und Humanisten“ will einen Beitrag dazu leisten, die humanistischen Traditionen, die politischen Initiativen und die kulturelle Praxis Berliner Freidenker*innen und Humanist*innen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.  Das Buch vereint die Lebensläufe von streitbaren Philosophen, Arbeiterführern, Kirchenkritikern und Künstlern mit ihren Organisationen, Wohn- und Wirkungsstätten. Der Autor Manfred Isemeyer lädt auf 20 Touren durch Berlin dazu ein, sich zu Orten zu begeben, die abseits der touristischen Pfade der Stadt liegen. Nach Ende der Corona-Pandemie wird Manfred Isemeyer den Stadtführer in Lesungen vorstellen und zu geführten Spaziergängen einladen.

Auftakt zur Buchpräsentation bietet unser erster Humanistische Salon in diesem Jahr am 15. April 2021 um 18 Uhr in der Freien Volksbühne Berlin, Ruhrstr. 6, 10709 Berlin.

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter 030/61390481 oder info@humanismus-stiftung.de.

Ausschüttungen 2020

Einen Höhepunkt der jährlichen Arbeit unserer Stiftung stellt die Ausschüttung von Fördergeldern dar, wie in § 2 (1) der Satzung vorgesehen. Wie auch in den zurückliegenden Jahren haben wir im Herbst 2020 allen Einrichtungen und Projekten des HVD Berlin-Brandenburg KdöR und der Humanistischen Akademie unsere Ausschreibung für Fördermittel zukommen lassen. Erstmals sollten Förderanträge online auf einem von uns entwickelten Formular gestellt werden.

Erfreulicherweise konnten wir 2020 einen Betrag von etwas über 40.000 Euro (2019 = 14.500 Euro) zur Verfügung stellen. 13 von 14 eingereichten Anträge fanden Berücksichtigung. Die größte Einzelförderung erhielt der Verband für das Buchprojekt „Das säkulare Berlin. Auf den Spuren von Dissidenten, Freidenkern und Humanisten“.

Größere Fördersummen gingen nach Brandenburg: Für den Aufbau der Häuser des HUMANISMUS in Bernau und Strausberg, für die Aufbauarbeit von JuHu in Märkisch Oderland und die Jugend-leitercard-Schulung der JuHu Brandenburg.

Unsere Stiftung unterstützt gerne auch die Jugend- und Bildungsarbeit in Berlin. So erhielten finanzielle Mittel die Jugendfreizeiteinrichtungen Blue Box (für die Gestaltung des Außengeländes) und Fair (für die Umgestaltung von Räumlichkeiten sowie die JuHu Berlin (für Gründung von Bezirksgruppen). Die Humanistische Lebenskunde wurde für das Projekt „Fit für Kinderrechte auf der ganzen Welt 2021“ finanziell bedacht.

Eine Einzelförderung erhielt die Humanistische Akademie, die sich mit einer Veranstaltung an der Langen Nacht der Wissenschaften beteiligen wird.

Last, but not least durfte sich der Bereich Soziales/Gesundheit des Verbandes über Fördermittel freuen. So konnten wir den TagesTreff für Obdachlose mit BVG-Fahrscheinen für Bedürftige und für Weihnachtsessen, das Projekt „Hallo neue Nachbarn“ mit technischer Ausstattung, das Seniorenbüro Am Puls 60+ für die Neugestaltung des „Puls-Kurier“ sowie das Senioren-Internetcafe Weltenbummler für technischen Ausstattung mitfinanzieren.

Die ausgereichten Fördergelder setzten sich zusammen aus den Erträgen unseres Stiftungsvermögens und Spenden der Unterstützer*innen der Humanismus Stiftung. Auch durch eine Erbschaft, deren Nachlassauflösung mittlerweile abgeschlossen ist, konnten wir Spende und Zustiftung auf unserem Konto verbuchen. Bei allen, die mit ihren Spenden dazu beigetragen haben, dass wir in 2020 mit Zuwendungen sinnvolle Vorhaben fördern konnten, möchten wir uns recht herzlich bedanken!

Neuer Testamentsratgeber

Vorsorge, Testament und Bestattung – das sind für die meisten von uns unangenehme Themen, die wir gerne aufschieben. Dass diese Fragen in jedem Moment des Lebens plötzlich eine Rolle spielen können, verdrängen wir dabei meist.

In unserer täglichen Arbeit stellen wir fest: die Beschäftigung mit dem Thema Testament kann bei vielen Menschen auch ein Gefühl der inneren Ruhe und Zufriedenheit hinterlassen. Es verleiht Sicherheit zu wissen, alles durchdacht und den eigenen Wünschen entsprechend geregelt zu haben.

Seit vielen Jahren beraten wir Menschen zum Thema gemeinnütziges Vererben und geben Auskunft rund um das Testament und die Nachlassgestaltung. Gemeinsam mit dem Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg haben wir einen neuen Testamentsratgeber herausgebracht.

Fordern Sie hier unseren kostenlosen Ratgeber rund um das Thema Testament & Nachlass an. Sie können diesen ab September 2020 gedruckt oder digital erhalten unter: Telefon: 030/61390481 oder info@humanismus-stiftung.de.

Wenn Sie Fragen rund um das Thema gemeinnütziges Vererben haben und unsere Stiftung im Rahmen einer Testamentsspende berücksichtigen wollen, schlagen wir ein perönliches Gespräch vor und geben Ihnen einen Überblick über die Möglichkeiten.