Neuer Stiftungsvorstand

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Neuer Stiftungsvorstand

Am 15. Februar 2021 hat der Stiftungsrat Ulrich Zschocke als neues Mitglied in den Stiftungsvorstand gewählt. Ulrich Zschocke ist im Rahmen seiner Tätigkeit als Vorstand fortan mit dem Thema Finanzen und Haushalt betraut. Aufgrund seines ehrenamtlichen Engagements als Vorstand ist Ulrich Zschocke aus dem Stiftungsrat ausgeschieden.

Wir begrüßen unseren neuen Kollegen ganz herzlich und freuen uns auf eine kollegiale, gute Zusammenarbeit.

Ulrich Zschocke, Vita:

  • Studium und Tätigkeit als Übersetzer und Dolmetscher
  • von 1997 bis zum altersbedingten Ausscheiden Anfang 2018 Kundenbetreuer bei der Bank für Sozialwirtschaft AG in Berlin
  • Mitglied des Präsidiums im Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg KdöR
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Stadtführer druckfrisch!

Neu erschienen: „Das säkulare Berlin. Auf den Spuren von Dissidenten, Freidenkern und Humanisten.“

Der amerikanische Soziologe Peter L. Berger bezeichnete Berlin einmal als „Welthauptstadt des modernen Atheismus.“ Gemessen an der Einwohnerzahl unserer Stadt gehören heute nur noch weniger als ein Viertel der Einwohner den beiden großen Kirchen an. Das war nicht immer so: Die Volkszählung von 1885 erfasste für Berlin 3.419 Dissidenten, 303 „Confessionslose“, 3 Heiden du 299 Personen „unbestimmter Religion“, darunter Atheisten und Freidenker. Seitdem entstand eine säkulare Bewegung, deren Ziel eine humanistische Lebenswelt jenseits christlicher Konfessionen war und ist. Die wechselvolle Historie dieser weltanschaulichen Strömungen, ihrer Organisationen und Persönlichkeiten sind weitgehend in Vergessenheit geraten.

Der vom Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg KdöR herausgegebene Stadtführer „Das säkulare Berlin. Auf den Spuren von Dissidenten, Freidenkern und Humanisten“ will einen Beitrag dazu leisten, die humanistischen Traditionen, die politischen Initiativen und die kulturelle Praxis Berliner Freidenker*innen und Humanist*innen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.  Das Buch vereint die Lebensläufe von streitbaren Philosophen, Arbeiterführern, Kirchenkritikern und Künstlern mit ihren Organisationen, Wohn- und Wirkungsstätten. Der Autor Manfred Isemeyer lädt auf 20 Touren durch Berlin dazu ein, sich zu Orten zu begeben, die abseits der touristischen Pfade der Stadt liegen. Nach Ende der Corona-Pandemie wird Manfred Isemeyer den Stadtführer in Lesungen vorstellen und zu geführten Spaziergängen einladen.

Auftakt zur Buchpräsentation bietet unser erster Humanistische Salon in diesem Jahr am 15. April 2021 um 18 Uhr in der Freien Volksbühne Berlin, Ruhrstr. 6, 10709 Berlin.

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter 030/61390481 oder info@humanismus-stiftung.de.

Abschied nehmen

Lieber Unterstützer*innen der Humanismus Stiftung Berlin,

ich möchte mich heute gerne mit ein paar persönlichen Zeilen an Sie, liebe Unterstützer*innen, wenden. Wie Sie vielleicht wissen, war ich seit Gründung der Humanismus Stiftung Berlin eines von drei Vorstandsmitgliedern und hatte auch die laufende Geschäftsführung zu verantworten. Ich habe diese Tätigkeit in all den Jahren sehr gerne gemacht, und ich bin auch ein wenig stolz auf das, wozu ich beitragen konnte: 2006 wurde die Stiftung vom Humanistischen Verband in Berlin mit einem Anfangsvermögen von 80.000 Euro gegründet, bis heute konnte dieses Vermögen auf mehr als 730.000 Euro fast verzehnfacht werden. Das war möglich durch viele kleinere oder größere Zustiftungen und einige Erbschaften zugunsten der Stiftung. Gleichzeitig haben wir über die Jahre aus Erträgen dieses Vermögens und Spenden mehr als 220.000 Euro an Projekte und Einrichtungen des Humanistischen Verbandes in Berlin und Brandenburg ausgeschüttet.

Alles hat einmal ein Ende, so auch meine Tätigkeit für die Humanismus Stiftung Berlin. Ich habe mich entschieden, zum Jahresende 2020 aus dem Vorstand auszuscheiden. Das geschieht im Einvernehmen mit meinen Kolleg*innen im Vorstand und im Stiftungsrat, denen ich an dieser Stelle für die allzeit gute Zusammenarbeit herzlich danken möchte. Ich wende mich keinen „neuen Herausforderungen“ zu, wie es in solchen Situationen häufig heißt. Meine neue Herausforderung besteht höchstens darin, mich an die ruhigere Gangart des Rentnerlebens zu gewöhnen und mehr als bisher Zeit meiner Familie zu widmen, in der es immerhin bereits vier Enkel*innen gibt.

Zum Schluss möchte ich Ihnen allen sehr danken für die Unterstützung und auch für die vielen persönlichen Treffen in den vergangenen Jahren. Bleiben Sie bitte unserer Stiftung gewogen!

Herzliche Grüße

Ihr Frank Schrammar

Ausschüttungen 2020

Einen Höhepunkt der jährlichen Arbeit unserer Stiftung stellt die Ausschüttung von Fördergeldern dar, wie in § 2 (1) der Satzung vorgesehen. Wie auch in den zurückliegenden Jahren haben wir im Herbst 2020 allen Einrichtungen und Projekten des HVD Berlin-Brandenburg KdöR und der Humanistischen Akademie unsere Ausschreibung für Fördermittel zukommen lassen. Erstmals sollten Förderanträge online auf einem von uns entwickelten Formular gestellt werden.

Erfreulicherweise konnten wir 2020 einen Betrag von etwas über 40.000 Euro (2019 = 14.500 Euro) zur Verfügung stellen. 13 von 14 eingereichten Anträge fanden Berücksichtigung. Die größte Einzelförderung erhielt der Verband für das Buchprojekt „Das säkulare Berlin. Auf den Spuren von Dissidenten, Freidenkern und Humanisten“.

Größere Fördersummen gingen nach Brandenburg: Für den Aufbau der Häuser des HUMANISMUS in Bernau und Strausberg, für die Aufbauarbeit von JuHu in Märkisch Oderland und die Jugend-leitercard-Schulung der JuHu Brandenburg.

Unsere Stiftung unterstützt gerne auch die Jugend- und Bildungsarbeit in Berlin. So erhielten finanzielle Mittel die Jugendfreizeiteinrichtungen Blue Box (für die Gestaltung des Außengeländes) und Fair (für die Umgestaltung von Räumlichkeiten sowie die JuHu Berlin (für Gründung von Bezirksgruppen). Die Humanistische Lebenskunde wurde für das Projekt „Fit für Kinderrechte auf der ganzen Welt 2021“ finanziell bedacht.

Eine Einzelförderung erhielt die Humanistische Akademie, die sich mit einer Veranstaltung an der Langen Nacht der Wissenschaften beteiligen wird.

Last, but not least durfte sich der Bereich Soziales/Gesundheit des Verbandes über Fördermittel freuen. So konnten wir den TagesTreff für Obdachlose mit BVG-Fahrscheinen für Bedürftige und für Weihnachtsessen, das Projekt „Hallo neue Nachbarn“ mit technischer Ausstattung, das Seniorenbüro Am Puls 60+ für die Neugestaltung des „Puls-Kurier“ sowie das Senioren-Internetcafe Weltenbummler für technischen Ausstattung mitfinanzieren.

Die ausgereichten Fördergelder setzten sich zusammen aus den Erträgen unseres Stiftungsvermögens und Spenden der Unterstützer*innen der Humanismus Stiftung. Auch durch eine Erbschaft, deren Nachlassauflösung mittlerweile abgeschlossen ist, konnten wir Spende und Zustiftung auf unserem Konto verbuchen. Bei allen, die mit ihren Spenden dazu beigetragen haben, dass wir in 2020 mit Zuwendungen sinnvolle Vorhaben fördern konnten, möchten wir uns recht herzlich bedanken!